Der Weg zur eigenen Solaranlage
Planung, Montage und Inbetriebnahme: So kommt der Strom vom Dach.
Voraussetzungen prüfen
Bevor die Installation beginnt, muss die Eignung des Daches geprüft werden. Die Statik muss das zusätzliche Gewicht der Module (ca. 15-20 kg/m²) und mögliche Schneelasten tragen können. Eine Asbest-Dacheindeckung darf nicht überbaut werden.
Dacheignung und Ausrichtung
Optimal ist eine Ausrichtung nach Süden mit einer Neigung von 30 bis 35 Grad. Doch auch Ost-West-Dächer sind heute sehr wirtschaftlich, da sie den Strom über den Tag verteilter produzieren – genau dann, wenn er morgens und abends im Haushalt gebraucht wird.
Genehmigungsverfahren
In den meisten Bundesländern sind PV-Anlagen auf Dächern genehmigungsfrei. Ausnahmen können bei denkmalgeschützten Gebäuden bestehen. Wichtig ist jedoch die Anmeldung beim lokalen Netzbetreiber vor Baubeginn (Netzverträglichkeitsprüfung).
Montageschritte im Detail
- Gerüstbau: Zur Sicherheit der Monteure wird ein Dachgerüst gestellt.
- Unterkonstruktion: Dachhaken werden auf den Sparren befestigt. Darauf werden die Aluminiumschienen montiert.
- Verkabelung: Die DC-Kabel werden vom Dach zum Standort des Wechselrichters geführt.
- Modulmontage: Die Solarmodule werden auf die Schienen geklemmt und untereinander verbunden.
Elektrischer Anschluss und Inbetriebnahme
Der Wechselrichter wird meist im Keller oder Technikraum installiert und an das Hausnetz sowie die Module angeschlossen. Ein zertifizierter Elektriker nimmt den Anschluss am Zählerschrank vor, tauscht ggf. den Stromzähler (Zweirichtungszähler) und nimmt die Anlage offiziell in Betrieb.
Anmeldung und Marktstammdatenregister
Nach der Inbetriebnahme muss die Anlage innerhalb eines Monats im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden, um Anspruch auf die Einspeisevergütung zu haben.